Liebe Agandi Mitglieder und Freunde des Vereins!
mein Aufenthalt im Januar/Februar 2026 in Uganda war dieses Mal nicht nur spannend, vielseitig und erfolgreich, sondern auch mit viel Stress und Problemen verbunden. Vier unserer Jugendlichen, die im letzten November die Schule beendet hatten (3), sowie einer der beiden Tischler wurden von ihren Paten für 3 Wochen im Mai 2026 nach Berlin eingeladen. Wir als Paten haben alle erforderlichen Papiere bereitgestellt, Flugtickets gekauft, hohe Visagebühren bezahlt….. Die Jugendlichen haben ihrerseits alle erforderlichen Unterlagen bereitgestellt. Die Anträge wurden dann in Kampala von der deutschen Botschaft abgelehnt. Was dann losging kann man in einem Buch beschreiben, an dieser Stelle sei nur gesagt, dass wir selten so viel Ärger, Ungerechtigkeit und bis heute nicht endenden Stress erleben/erlebt haben.
Wie alles endgültig ausgeht, werden wir bald erfahren. Dann teile ich es euch kurz mit.
Diese Besuche erfolgen auf Wunsch der Paten und werden nicht über den Verein bezahlt!
Am 10. Februar kamen endlich alle Kinder aus den langen Ferien zurück. Das Wiedersehen mit den Kindern und Mitarbeitern hat viel Freude auf beiden Seiten ausgelöst. Unser Mitarbeiter- Team ist sehr gut eingespielt. Wir erlebten Highlights im Kunst- und Musikbereich.
Um unseren Sportplatz intensiver zu nutzen, hat sich unser Kunstlehrer Marvin Kigge mit Freude bereit erklärt, ein „Agandi Fußballteam“ aufzubauen. Er macht das sehr engagiert, samstags und sonntags. Sein Lohn wurde dafür etwas erhöht.
Für das Team wurden einheitliche Trikots (Aufdruck kommt noch) und Fußballschuhe angeschafft. Wir kamen auf die Idee, weil der Leiter eines nahe gelegenen homes für Straßenkinder (Jungen) aus Kampala anfragte, ob sie mit auf unserem Sportplatz trainieren dürfen. Bei einem ersten Spiel stellte sich heraus, dass „unsere“ Jungen mit Gummischlappen und barfuß gegen das altersentsprechende Team mit Trikots und Fußballschuhen gewonnen haben. Die Sportbegeisterung unserer Kinder ist wirklich groß und jetzt wollen wir sie fördern und mit dem neuen outfit glücklich machen.
Die 7 Jungen und 2 Mädchen sind 8-12 Jahre alt. Der 10. Spieler ist 15 Jahre alt. Als 11. Spieler kommt einer der älteren hinzu. Für ein „echtes“ match kommen 1-2 gleichaltrige Freunde aus der Schule hinzu. Die großen, jugendlichen Jungen trainieren natürlich auch, zudem spielen sie sehr gerne Basketball. Gleiches gilt für die meisten Mädchen. Wir überlegen jetzt, ein Basketball Team für Mädchen zu bilden.
Aus einer Notsituation heraus haben wir ein neues, erst vierjähriges Mädchen/ Sarah aufgenommen, deren Mutter im Dezember 25 verstorben ist, der Vater schon früher. Sie hat das Glück, bereits sehr liebe Paten gefunden zu haben. Zum neuen Schuljahr im Februar hat uns Chloe verlassen, weil sie als sportliches Talent ein Stipendium an einer sportbetonten Schule erhalten hat. Ihre Paten haben nun Sarah übernommen. Jedoch haben wir immer noch keine Paten für Nobo (8) und Patience (16). Seit dem Ausbruch der Kriege ist es für Agandi schwer geworden, neue Mitglieder zu gewinnen. Bitte fragt in eurem Umfeld noch einmal nach.
Jetzt möchte ich noch kurz von ein paar Aktivitäten zur Verbesserung der Situation rund ums home berichten.Da bei Starkregen das Wasser nicht schnell genug abfloss und Gefahr bestand, dass es ins Haus läuft, hat unser Mitarbeiter Fred Kasumba einen Entwässerungsgraben angelegt und eine separate Holzkohle -Küche ausgebaut.
Brigitte Kazooba + Welf Weinstock
Berlin, März 2026
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