Rundbrief Dezember 2020

moritz.kazooba@gmail.com

Liebe Mitglieder und Freunde von AGANDI e.V.,
Wir hoffen, es geht euch gut. Unseren Patenkindern und Mitarbeitern in Uganda geht es – den Umständen entsprechend – auch gut.
Wie ihr wisst, dauert der Schul-lockdown noch bis Februar und die Eltern bzw. anderen betreuenden Verwandten erhalten den Großteil eures monatlichen Beitrags ausgezahlt. Alle bis auf Tonnys Mama haben jetzt ein Foto (von unterschiedlicher Qualität) geschickt, das ihr Kind glücklich mit einigen der von eurem Geld gekauften Waren zeigt. Die Kinder sind sehr stolz, auf diese Weise die Grundversorgung ihrer Familien zu stellen! Bei einigen Kindern sind im Laufe dieser Maßnahme sogar wieder Väter aufgetaucht, wie ihr auf den Bildern sehen könnt.

Die ugandische Schulbehörde hat Anfang November den Kindern aus Prüfungsklassen den Unterricht wieder erlaubt, sie dürfen aber das Schulgelände nicht verlassen und sind im Internat untergebracht. Sie mussten Desinfektionsmittel und Masken mitbringen. Wir haben 4 Kinder inder letzten Grundschulklasse, P7:

Wir begrüßen herzlich zwei neue Paten und zwei neue Kinder bei Agandi ! Die Kinder sind die 7 jährige Elisabeth und der fünfjährige Javen. Damit umfasst die Agandi Gruppe nun 28 Kinder.

Die meisten Kinder sind ja mittlerweile in einem Alter von 12 – 18 Jahren, deshalb war es uns wichtig, wieder jüngere Kinder aufzunehmen. Die beiden neuen Kinder wohnen in unmittelbarer Nähe des homes/ der Schulen. Sie werden deshalb – ebenso wie Patience und Noble – nach der Schule nach Hause gehen, denn unser home ist zur Zeit voll belegt. Diese Kinder werden zur Hausaufgabenbetreuung ins home kommen und sonntags zum Musikkurs von teacher Fred.
Tatsächlich gibt es durch den lockdown einen Vorteil für die Agandi Gruppe: Monat für Monat sparen wir Geld ein, während wir zuvor stets nur knapp auskamen. Dieses gesparte Geld plus einiger hoher Einzelspenden versetzt uns in die Lage, so bald wie möglich ein Nebengrundstück zu erwerben, es mit weiteren sanitären Anlgaen zu bebauen und es als Spiel- und Sportplatz für unsere Kinder einzurichten. Weniger gut ist die Tatsache, dass der lockdown in Uganda die Bevölkerung sehr hart trifft. Dadurch gibt es zwar bisher nur 221 Todesfälle, aber die Einschränkungen rauben vielen Menschen die Existenzgrundlage. Sammeltaxis sind verboten, ebenso wie die sonst
obligatorischen großen Märkte. Die Bevölkerung, insbesondere die Jüngeren, sind tief frustriert und wünschen sich sehnlichst einen Regierungswechsel. Präsident Museveni regiert das Land seit 34 Jahren und hat Enormes geleistet. Vor den Neuwahlen am 14. Januar bestehen große Unsicherheit, Hoffnungen, Ängste…. Wenn es einen Regierungswechsel gibt, muss das nicht unbedingt besser sein. Sogar das Gegenteil kann der Fall sein. Wir alle können nur hoffen. Ob ich und einige von euch im Februar hinfliegen, ist noch offen. Wir entscheiden es kurzfristig Ende Januar. Spätestens jedoch fliege ich im Sommer 2021 hin.

Wir bedanken uns im Namen der Knder und Mitarbeiter herzlich für euer fortwährendes Engagement und wünschen euch erholsame Feiertage und einen „guten Rutsch“ ins neue Jahr!

Berlin, Dezember 2020